Die Studierenden und Lehrenden der Hochschule Trier haben nach einer vierjährigen Pause wieder zur Werkschau Kommunikationsdesign eingeladen. Vom 19. bis 21. Mai 2023 zeigte der Fachbereich Kommunikationsdesign eine breite Palette von Projekten aus den Bereichen Typografie, Illustration, Fotografie, Editorial Design, UI, UX, VR, Metamedien, Bewegtbild und Installation. Teil des Programms waren zahlreiche Vorträge und Workshops von Alumni, Studierenden und externen Gestaltenden, unter anderem von Altmeister der Unternehmenskommunikation Olaf Leu, Typograf und Schriftgestalter Sven Fuchs, Illustrationsstudio FOREAL, Filmmaker, Illustrator und Animator Raman Djafari, Art Direktorin des Mystetskyi Arsenal Kyiv Lera Guievska und vielen weiteren. Drei Tage lang erstrahlte der Paulusplatz im Rot des diesjährigen Erscheinungsbilds - raus mit dem roten Teppich! Die visuelle Identität der Werkschau ist eine Ode ans Scribble, das Schmieren, das unsaubere. Abgeleitet von der Ästhetik eines mit der Maus bedienten Bleistiftwerkzeugs in InDesign (und dessen gänzlich fehlender Pfad-Stabilisierung), werden Mangel an Kontrolle, hohes Tempo und Lautstärke in den Vordergrund gerückt. Das Erscheinungsbild beinhaltet einen umfassenden Gestaltungsleitfaden, zwei Custom-Fonts, zahlreiche analoge wie digitale Anwendungen incl. Website, Social Media- und Kommunikationsrichtlinien, Fassadenbeschriftung, Leitsystem und vieles weitere. Nachdem eine Werkschau im Fachbereich Kommunikationsdesign der Hochschule Trier nach nun sehr langer Pause erst etabliert werden musste, sollte der inhaltlich-visuelle Startschuss hierfür kräftig und laut sein. Wichtig war die Involvierung zahlreicher Studierender und aller Lehrender. Unter Anleitung haben viele Studierende an der Erstellung der Kommunikationsmedien, der Ausstellung und vielen weiteren Bereichen umfassend mitgewirkt und sich tiefgehend einbringen können. Zur Schonung von Ressourcen wurde ein spezielles Team aus Studierenden ins Leben gerufen, die sich ausschließlich mit nachhaltiger Materialbeschaffung beschäftigten. So bestehen beispielsweise alle Klebebänder und -Folien aus schadstofffrei verbrennbaren Kunststoffen, die Planen für die Außenbeschriftung des Gebäudes werden wiederverwendet und sind aus Gebrauchtmaterialien gefertigt, qualitativ hochwertige und zertifizierte Recyclingpapiere werden verwendet, es wird auf umweltfreundlichen Siebdruck gesetzt wann immer möglich und auch in Puncto Druck und Dienstleistungen wurde durchgängig auf Regionalität gesetzt. Das Erscheinungsbild der Werkschau wurde aus 40 Entwürfen im Rahmen eines studentischen Wettbewerbs ausgewählt und ursprünglich in einem Kurs von Prof. Andreas Hogan entwickelt. Das Design wurde im Folgenden von Prof. Dirk Wachowiak betreut und gemeinsam ausgearbeitet. Die Plakatserie zur Werkschau wurde vom 100 Beste Plakate e.V. ausgezeichnet und ist aktuell Teil der Wanderausstellung.