Architektur, Edelstein und Schmuck, Innenarchitektur, Intermedia Design, Kommunikationsdesign, Modedesign
Vom 24.10.2025 bis 07.11.2025 präsentierte der Campus Gestaltung der Hochschule Trier in der Kunsthalle Trier eine Ausstellung aller Studiengänge: Architektur, Edelstein und Schmuck, Innenarchitektur, Intermedia Design, Kommunikationsdesign und Modedesign. Das zugehörige Erscheinungsbild wurde von Prof. Valerie Schmidt, Prof. Dirk Wachowiak und Sebastian Schubmehl entwickelt.
Ausgangspunkt der Gestaltung war die facettenreiche Darstellung des Gestaltungstudiums an der Hochschule Trier. Neben den Studieninhalten sollten auch persönliche und alltägliche Momente sichtbar werden: Einkaufswege, WG-Situationen, Partys, Anfahrten zur Hochschule, Wochenendaktivitäten in Trier sowie die unterschiedlichen Atmosphären der Standorte. Die Bildsprache orientierte sich konsequent an der Perspektive der Studierenden.
Dafür erhielten ausgewählte Studierende analoge Einwegkameras, mit denen sie über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen ihren Alltag gemeinsam mit Kommiliton*innen dokumentierten. Anders als bei digitaler Fotografie konnten die Aufnahmen nicht unmittelbar kontrolliert oder überprüft werden – erst nach der Entwicklung der Filme wurde sichtbar, welche Bilder entstanden waren. Gerade diese Arbeitsweise machte das Zusammenspiel von Zufall und Kontrolle zu einem zentralen gestalterischen Element: Durch die erschwerte Steuerung des Blitzes entstanden unerwartete Lichtstimmungen und überraschende Effekte. Unschärfen, grobkörnige Strukturen und unvorhersehbare Bildmomente wurden bewusst in Kauf genommen und verliehen den Aufnahmen eine unmittelbare, authentische Qualität.
Insgesamt entstanden rund 600 Fotografien, von denen eine Auswahl später auf 75 Plakaten, Baustellen- und Brückenbannern sowie als weitere Medienformate im Trierer Stadtraum zu sehen waren.
Die entstandenen Plakate lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen: Plakate, die nur die Werkschau-Informationen auf einem typografischen Band zeigen und dem jeweiligen Bild den Vorrang lassen und Plakate, die mit Kommentierungen und Assoziationen aus Sicht der Studierenden, aber auch aus Sicht der Lehrenden ergänzt wurden. Die verwendete Schrift „Trier Display" wurde von Prof. Dirk Wachowiak als variabler Font mit mehreren Designachsen weiterentwickelt und lässt sich mittlerweile flexibel an unterschiedliche Formate anpassen.